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2007-10-01
Hochwassereinsatz der KFB SHG


Kampf mit Sandsäcken gegen die Fluten

Auch Schaumburger Feuerwehren helfen beim Einsatz gegen Hochwasser in Bad Salzdetfurth – 130 Mann vor Ort

Seit gestern Morgen helfen auch etwa 130 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren aus Schaumburg beim Hochwassereinsatz im Landkreis Hildesheim. Montagmorgen gegen 5 Uhr kam die Anforderung der Polizeidirektion Göttingen über eine Kreisfeuerwehrbereitschaft aus Schaumburg zur Unterstützung beim Hochwassereinsatz.

Kreis Schaumburg-Hildesheim. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Süd stellt drei Züge und wird vom 3. Zug der KFB Nord unterstützt. Der 1.Zug der KFB Süd setzt sich aus Einsatzkräften der Stadt Rinteln zusammen, die ebenfalls mit Hochwasser rechnen und deshalb nicht mit nach Hildesheim ausrückten.
Im Landkreis Hildesheim sind bereits einige Deiche am Fluss Innerste gebrochen, weitere drohen aufzuweichen und ebenfalls zu brechen. Die Schaumburger einsatzkräfte unterstützen in der Gemeinde Bad Salzdetfurth in der Ortschaft Klein Düngen sowie in Höckel und sichern die Sandsackdämme und bauen diese weiter aus. Der Deich der Innenste war bereits am Sonntag gebrochen und die Felder liefen voll, auch die Ortschaft Klein Dünkel drohte in den Fluten zu versinken. Die Verbindungsstraße zwischen den beiden Ortschaften war selbst duch die Feuerwehrfahrzeuge nicht mehr befahrbar.

Mit wenig Vorlaufzeit wurden die Einsatzkräfte am Montagmorgen alarmiert. Die KFB Süd wurde gegen 7 Uhr alarmiert und stellte Abmarschbereitschaft um 10 Uhr ab Bückeburg sicher. Der 3.Zug der KFB Nord wurde erst gegen 9 Uhr alarmiert und verlgte um 11.30 Uhr in den Landkreis Hildesheim.

Mit etwa 25 Fahrzeugen, darunter auch eine Feldküche zur Verpflegung der Einsatzkräfte rückten die Schaumburger in Klein Düngen an und wurden dort glücklich empfangen. Die Einwohner waren über die schnelle Hilfe der Feuerwehren sehr froh und unterstützten diese, wo sie nur konnten. Sie kösten dort Einsatzkräfte aus Hannover ab, die bereits seit Sonntag dort im Einsatz waren. Bereitschaftsführer Dirk Hahne aus Bückeburg war mit der Bereitschaft der freiwilligen Kräfte sehr zufrieden, -Es haben hier alle sehr gut zusammengearbeitet, es war für viele Feuerwehrleute nicht einfach in der kurzen Zeit mit ihrem Arbeitgeber das zweitägige Fernbleiben abzustimmen, aber es hat bei den meisten funktioniert. Wir haben gezeigt, das wir innerhalb sehr kurzer Zeit auch in anderen Landkreisen unterstützen können-, sagte Hahne. Gerstern Nachmittag entspannte sich die Lage leicht, für den Abend und die Nacht wurden aber für die Region Harz weitere Regenfälle angekündigt.


Die Schaumburger Feuerwehrkräfte sichern die Ortschaften Klein Düngen und Höckel mit Sandsäcken vor den Wassermassen.


Die Sandsackdämme haben den Wassermassen standgehalten und verhinderten eine weitere Überschwemmung in Klein Düngen, nachdem der Deich gebrochen war.